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Für die Ausbildung der JugendleiterInnen haben die Mitgliedsverbände des Landesjugendrings gemeinsame Standards erarbeitet. Das Thema Kindeswohl ist fester Bestandteil der JugendleiterInnenausbildung. Etliche Verbände haben zusätzlich Standards und Verhaltensregeln für den Umgang mit Verdachtsfällen sexuellen Missbrauchs erarbeitet und verabschiedet. „Einen hundertprozentigen Schutz wird es leider nie geben“, sagte Hoever, „doch sehe ich eine gute Chance, dass die Freizeiten durch die öffentliche Aufmerksamkeit und Sensibilität für das Thema eher sicherer werden.“ Besorgten Eltern, deren Kinder in den nächsten Tagen auf Sommerfreizeiten fahren, empfiehlt der Landesjugendring darauf zu achten, dass die LeiterInnen der Freizeit eine JugendleiterInnen-Ausbildung absolviert haben und dies mit einer JugendleiterInnen-Card (Juleica) nachweisen können. Wichtig sei auch, dass die Freizeit von einer ausreichenden Anzahl JugendleiterInnen begleitet werde. Eltern sollten außerdem ihre Kinder stärken – insbesondere das Thema Sexualität sollte auch zu Hause nicht tabuisiert werden. Kinder und Jugendliche müssen wissen, dass niemand das Recht hat, sie zu sexuellen Handlungen zu überreden oder gar zu zwingen. Sie müssen ermutigt werden, sich im Zweifelsfall zu wehren und sich sofort an die TeamerInnen vor Ort zu wenden sowie gegebenenfalls ihre Eltern zu verständigen. Hoever sieht jedoch keinen Grund, wegen des aktuellen Vorfalls auf die Teilnahme an Ferienfreizeiten zu verzichten: „Ferienfreizeiten und Zeltlager der Jugendverbände sind eine gute Möglichkeit für Kinder und Jugendliche soziale Kompetenzen zu erlernen und ihre Ferien sinnvoll zu verbringen.“
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