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Was ist MaZ?

MissionarIn auf Zeit ist ein Angebot verschiedener missionarischer Gemeinschaften an junge Christen und Christinnen ab 18 Jahren, zusammen mit einer religiös geprägten Lebensgemeinschaft missionarische Erfahrung bei einem zeitlich befristeten Einsatz in einer anderen Kultur zu machen.

MissionarIn auf Zeit ist ein Programm für Laien, die sich als MissionareInnen, als VermittlerInnen zwischen Kirchen in verschiedenen Gesellschaften und Kulturen einsetzen wollen.

MissionarIn auf Zeit möchte die TeilnehmerInnen zu einem missionarischen Engagement in ihrer angestammten Ortskirche ermutigen und befähigen.

MissionarIn auf Zeit soll zu Handeln für mehr Gerechtigkeit zwischen den Völkern führen. Die Erfahrungen mit anderen Menschen sollen sensibel machen für die krassen Unterschiede in der Lebenshaltung und die große Not vieler Menschen, soll anleiten, Strategien zu entwickeln, wie man hier wie dort ungerechte Strukturen ändern kann. MaZ will das durch Jesus angekündigte Reich Gottes ernst nehmen.

MissionarIn auf Zeit soll die TeilnehmerInnen ermutigen, sich nach ihrem MaZ-Einsatz / -Aufenthalt überzeugend auf Pfarrebene, Diözesanebene oder in anderen kirchlichen Bereichen missionarisch zu betätigen, indem sie die Belange der Kirchen anderer Kultur in ihrer Ortskirche vertreten und die Erfahrungen, die sie dort gemacht haben, hier in Deutschland einbringen und lebendig werden lassen.

MissionarIn auf Zeit soll im Einzelfall dem/der TeilnehmerIn helfen, sich beruflich neu zu orientieren auf spezielle seelsorgliche und soziale Aufgaben in Deutschland oder der "Dritten Welt".

Wie alles begann:

1980 fand in Berlin ein Katholikentag statt, auf dem junge Menschen sich mit der Bitte an Missionsorden gewendet haben, eine gewisse Zeit mit der Ordensgemeinschaft in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten. Das war der Anfang des Projektes 'MissionarIn auf Zeit': Missionsorden bieten Mitleben, Mitbeten und Mitarbeiten in einem anderen Land und einer anderen Kultur an. Kirche kann so in einer anderen kulturellen Umgebung erfahren werden. "Auf Zeit" nimmt man teil am Leben der Ordensleute und der Gemeinden in Übersee und partizipiert an ihrer Spiritualität. Einige Missionsorden in Deutschland haben zusammen mit dem Deutschen Katholischen Missionsrat zwei Modelle für ein Mitleben, Mitbeten und Mitarbeiten in einem anderen Land entwickelt. Dabei wird unterschieden zwischen einem Modell 1 für kurzfristige Einsätze (bis 12 Monate) und einem Modell 3 für langfristige (3 bis 5 Jahre) . Seitdem haben sich mehrere hundert junge Männer und Frauen auf den Weg in ein anderes Land und in eine andere Kultur gemacht.

Geprägt durch die Zeit im Ausland kamen und kommen sie zurück nach Deutschland. Nicht selten fällt es schwer, sich nach der Zeit in Übersee an die Umgebung in Deutschland zu gewöhnen. Schon bald entstand unter den RückkehrerInnen der Wunsch, auch weiterhin ein/eine MissionarIn auf Zeit (MaZ'lerIn) zu sein. Im Austausch mit anderen MaZ'lerInnen bildeten sich Regionalgruppen. In diesen Regionalgruppen treffen sich RückkehrerInnen, die mit verschiedenen Orden unterwegs waren, um sich über ihre Erfahrungen mit der anderen Kultur und den Menschen anderer Länder auszutauschen. Darüber hinaus organisieren die Regionalgruppen verschiedene Aktionen in den Ortskirchen (Eine Welt-Treffen, Missionssonntage, Aktionen in den Diözesen, u.v.m.) Diese Gesprächs- und Aktionsgruppen sind offen für jede/n, die/der an der "Einen Welt" mitwirken möchte.

siehe auch:

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